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„Wer plündert wird erschossen“

Dem Faschismus geht es nicht um Schutz vor echten Gefahren, schon gar nicht vor materiellen Verlusten. Es geht um Schutz „gegen die“, die nämlich, denen man das Äußerste zutraut (das Äußerste, das einem selbst nicht aus dem Kopf geht). Die, das sind nicht die irgendwie anderen, sondern die abartig anderen. Die Asozialen, die Arbeitsscheuen, die Ausländer. Die Schwulen, die Woken, die Grünen, die mit Trans- und Gender-Gaga. Kommunist:innen sowieso, falls es sie überhaupt noch gibt, ansonsten: Antifa. Es sind immer wieder die Juden, mit all ihren Decknamen: Globalisten, Eliten, Israelis, Intellektuelle. Und es sind die Muslim:innen als Messer-Männer, Kopftuchmädchen und antisemitische Aggro-Araber. „Wir gegen die“ – schön wär’s. Es ist, jedesmal wieder, Selbstjustiz gegen Plünderer.

Eva von Redecker: Dieser Drang nach Härte

Gestolpert bin ich in diesem Absatz über „das Äußerste, das einem selbst nicht aus dem Kopf geht“. Erinnerte mich irgendwie an das Buch Männerphantasien von Klaus Theweleit.

Siehe auch: Die Angst vor der Körperauflösung.

Nachtrag:

Der Phantombesitzer verkehrt die Welt, damit sie zu seinen Impulsen passt, und inszeniert sich selbst als Opfer dessen, was er zur fortgesetzten Unterdrückung vorsieht.

Ebd.

Siehe auch: Gottesbesitzer.