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Zechenrente

Ein ausführlicher Beitrag über den Wasserverbrauch von Rechenzentren in Hessen: Warum Rechenzentren Wasser brauchen – und kaum jemand weiß, wie viel. Das Fazit steht schon im Titel. Das ist aus meiner Sicht eine Augenwischerei. Die wahre Nachricht wäre: „Politik vermeidet Aussage zu Wasserverbrauch“.

Zum einen sind die Informationen nicht gerade gehaltvoll. Auf der Hessenkarte popt dies hier über Gießen auf:

Bestehende Rechenzentren: 1
Rechenzentren im Bau: 0
Geplante Rechenzentren: 1
Genannte Orte:
Anmerkung der Kommune:
Wir können als Landkreis hierzu leider keine umfassenden Angaben machen und erheben auch keine Zahl von Rechenzentren. […] Die Justus-Liebig-Universität betreibt nach unserer Kenntnis ein eigenes kleines Rechenzentrum. […] In Gießen selbst gab es in den vergangenen Wochen die Diskussion um den Bau eines Rechenzentrums.

Zum anderen schließt der Artikel damit:

Explizit zu Rechenzentren könne das Umweltamt jedoch keine Einschätzung abgeben, da die Verbrauchsdaten nicht vorliegen würden.

Genau diesen Punkt kritisiert Jens Gröger vom Öko-Institut: Die Kommunen müssten häufig anhand von lückenhaften Informationen über die Ansiedlung von Rechenzentren entscheiden.

„Grundsätzlich müssen nur Kennwerte genannt werden, so etwas wie Liter pro Kilowattstunde“, sagt Gröger. „Wenn nicht dazu gesagt wird, wie viele Kilowattstunden verbraucht werden, weiß ich auch nicht, wie viele Liter das sind.“ Deshalb sei aus seiner Sicht wichtig, dass Betreiber absolute Zahlen zum Wasser- und Strombedarf transparent machen.

Das Hessische Digitalministerium teilt dazu mit, dass es die bestehenden Regelungen für „auskömmlich“ halte. „Grundsätzlich setzten wir uns auch für weniger Regelung und mehr Digitalisierung und Entbürokratisierung ein“, heißt es. Zudem werde auf EU-Ebene an einem neuen Kennzeichnungs-System für die Wassereffizienz gearbeitet. So wolle man den Ressourcenverbrauch der digitalen Infrastruktur europaweit senken.

Mit anderen Worten: Eine Diskussion über den Wasserverbrauch von Rechenzentren ist nicht erwünscht. (Stichwort: Wegtreten & Co)

Aus meiner Sicht besteht bei diesem Thema die fast unlösbare Aufgabe darin, nicht als eine Art Maschinenstürmer zu gelten – oder eben doch. Die ökologische Frage ist die soziale Frage unserer Zeit.

Ein konkretes Beispiel, wieso Ökologisches und Soziales zusammenhängen: Statt mit einem Tankrabatt hätte man auch mit der Einführung eines CO2-Geldes auf die steigenden Spritpreise reagieren können.
Ein Gedankenexperiment: Steuern auf Sprit um 17ct runter, im gleichen Maße CO2-Preis hoch. Der Sprit an der Tankstelle kostet also gleich viel. Die Auszahlung des CO2-Geldes an den Einzelnen wäre aber deutlich spürbar und man kann selbst entscheiden, ob man das Geld wirklich fürs Tanken ausgibt. Außerdem profitiert jeder davon und nicht nur Autofahrer. (Die Nachteile des Autofahrens betreffen ja auch jeden, nicht nur Autofahrer.)
Eine hohe Besteuerung und eine mittelfristig steigende CO2-Bepreisung alleine verschärfen die soziale Frage allerdings, weil die Menschen, die auf ein Auto zwingend angewiesen sind, nicht automatisch auf ein Elektroauto wechseln können, um damit alle Probleme zu lösen.

Bemerkenswert ist, dass die Studie zur CO2-Neutralität von Elektroautos, die jetzt so hohe Wellen schlug, eine Metauntersuchung ist, bei der mit KI-Bots allerlei Studien durchforstet wurden, wobei sicher nicht nur einiges an Wasser sondern auch viel Strom verbraucht worden ist, um die Erkenntnis zu erlangen, dass bei der Herstellung von Autos Energie verwendet wird und die EU das auch in die Klimabilanz mit einbeziehen sollte, und sie außerdem gar nicht peerreviewed wurde. (Ulay, was ein langer Satz.)