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Radapoxie

In der Vergangenheit bin ich öfter über den Begriff Dark Enlightenment, also Dunkle Aufklärung, gestoßen. Ich fand die Formulierung immer ziemlich schräg und die einzige Leistung des Begriffs besteht aus meiner Sicht darin, durch seine Paradoxie eine gewisse sprachliche Griffigkeit zu besitzen, die intellektuell klingt. Jetzt ist mir etwas Ähnliches aus der Weimarer Republik aufgefallen: Konservative Revolution:

Die Ideen der Konservativen Revolution bildeten keine politische „Lehre“ oder geschlossene Weltanschauung, sondern sie waren geprägt durch unterschiedlichste Strömungen. Gemeinsam war ihnen die Kritik am Liberalismus, Parlamentarismus und am Weimarer Parteienstaat, der mit der deutschen Kultur nicht in Einklang zu bringen und dem Deutschen Reich nach dessen Niederlage im Ersten Weltkrieg aufgezwungen worden wäre. […] Einer der Haupttheoretiker der Konservativen Revolution war Arthur Moeller van den Bruck, dessen Buchtitel „Das dritte Reich“ von den Nationalsozialisten als politisches Schlagwort übernommen wurde. Wesentliche Einflüsse gingen auch von der pessimistischen Kulturphilosophie Oswald Spenglers aus, die er in seinem zweibändigen Hauptwerk „Der Untergang des Abendlandes“ (1918-1922) entwickelte. In ihren sozialromantischen, antiparlamentarischen und antidemokratischen Tendenzen wurden Gruppen der Konservativen Revolution zu geistigen Wegbereitern des Nationalsozialismus.

Das erinnert doch stark an Curtis Yarvin und Nick Land. Oder auch Hans-Olaf Henkel und Thilo Sarazzin. Oder, oder, oder… Die Gemeinsamkeit scheint das pessimistische, zerstörerische Denken zu sein. Mehr fällt mir dazu gerade nicht ein, denkt selbst weiter.