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Küßt die Fascisten

Zum Lied Keine Angst nur ein paar kurze Gedanken: Der Text beschreibt auch ein Vorgehen, das damals zur AStA-Zeit dazu geführt hat, dass Verbindungen zur Dresdensia-Rugia (mittels Burschireader) entlarvt wurden und in der Folge die rechtsextreme Burschenschaft selbst von nahezu allen anderen Burschenschaften gemieden wurde.

Ich lese gerade im hessischen Verfassungsschutzbericht von 2005. Lustig ist, dass die Dresdensia-Rugia dort vor allem im Kapitel Linksextremismus im Zusammenhang mit einer Demonstration gegen sie auftaucht:

Am 28. Mai fand in Gießen eine Demonstration gegen die Burschenschaft
Dresdensia-Rugia statt. An dem Aufzug mit Kundgebung unter dem Motto „NPD-Kaderschmiede Dresdensia-Rugia dichtmachen! Demonstration gegen die neofaschistische Burschenschaft in Gießen“ beteiligten sich etwa 250 Teilnehmer, über-
wiegend aus dem linksextremistischen Spektrum. In einem mehrseitigen, über
Flugblätter und das Internet verbreiteten Aufruf hatte ein Bündnis aus Autonomen, Anarchisten und verschiedenen Hochschulgruppen zur Teilnahme an der Demonstration mobilisiert. In dem Aufruf, der sich neben der Dresdensia-Rugia auch im Allgemeinen mit Burschenschaften befasste, werden diese als „Hierarchien, Männerbündeleien, Rassismus und Lebensbund als Wegbereiter erzkonservativer Traditionspflege“ bezeichnet.

Was genau daran nun beobachtungswürdig ist, erschließt sich mir nicht. Naja, seis drum. Siehe auch: Hu-Hu-Hufeiseneinsatz.

Zurück zum Thema: Das Lied Keine Angst erinnert an das Gedicht Rosen auf den Weg gestreut von Kurt Tucholsky, nur unironisch.

Siehe auch:
Danger Dan, das ZDF und „Keine Angst“: Sicher in C-Moll.
Dresdensia Rugia steht vor Neugründung in Leipzig
Künstlerische Freiheit und das Versagen der Eliten – Wie das Warten auf die AfD Deutschland bereits verändert hat