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Störgefühl

Dass Jens Spahn jetzt über seine Widersprüchlichkeit zum Thema Leihmutterschaft zu stolpern scheint, hinterlässt bei mir wieder mal ein Störgefühl. So ganz kann ich dieses Gefühl nicht fassen. Klar, wer politisch die Haltung hat, Leihmutterschaft müsse verboten bleiben, weil es nicht moralisch ist, privat aber mit seinem Mann ein Kind hat, dass per Leihmutterschaft entstanden ist (und man sich das Ganze nur mit dem nötigen Geld leisten kann), der muss mit Kritik rechnen. Gleichzeitig hat er sich schon so viel geleistet, weshalb er meiner Ansicht nach zurücktreten hätte können. Da spielt doch im aktuellen Fall sicher auch irgendwie mit rein, dass viele Leute aus den eigenen Reihen mit dem gesamten Familienmodell von ihm so ihre Probleme haben. So aus absolut persönlicher Sicht ist das sicher eine schwierige Situation. Wenn der Partner eine so weitreichende Entscheidung trifft, kann man sich ja fast nur zwischen politischer Karriere und Familie entscheiden… – Ah, wie ich gerade lese, tritt Jens Spahn zurück. Das Störgefühl bleibt.

Nachtrag:
Leere Zahnpastatube
Jens Spahn kauft Windeln für 10 Milliarden Euro