Welt aus den Fugen?

Vergangenen Sonntag war ich mit Andreas in Frankfurt zur Veranstaltung Welt aus den Fugen. Navid Kermani hat mit Axel Honneth ein Gespräch geführt. Es ging um eine Momentaufnahme unserer (Welt-) Gesellschaft und einen Ausblick in die zukünftige Entwicklung.

Honneth und einige Zuschauer offenbarten im anschließenden Frageteil eine ganz schön negative Weltsicht. Der Sozialforscher sprach sich polemisch für eine Einschränkung privater Kommunikationskanäle und eine Stärkung der öffentlich anerkannten wie Zeitungen aus. Mir gefiel Kermanis überlegter pragmatischer Optimismus. Er vermittelte mir das Gefühl, dass er zuhört, während er redet.

Honneths Formulierung, als er in einem Satz von uns Intellektuellen sprach, entlarvte die Veranstaltung – wobei ich mich gefragt habe, ob der mich damit wohl auch gemeint hat. Mir hats trotzdem gefallen. Interessanter hätte ich es allerdings gefunden, Kermani beim Besuch der Schulen zu begleiten.

Liebesfilm im Zeitalter der Reflexion

Vergangenen Montag habe ich mir Her angesehen, im Kinocenter mit anschließender Diskussion. Der Film spielt in einer nicht sehr fernen Zukunft. Der Protagonist und ein Operating System verlieben sich unbeabsichtigt ineinander. Im Gegensatz zur Moderatorin am Montag erzähle ich hier nicht die komplette Handlung vor dem Film.

Die Diskussion im Anschluss drehte sich vor allem um Liebe im Zeitalter virtueller Realität, Facebook und Whatsapp wurden als prominente Vertreter genannt. Dabei ging es mehr um die Sicht der älteren Generation auf die Jüngeren. Dabei macht man vielleicht auch gerne den Denkfehler, einen Gegensatz zwischen virtuell und real sehen. Es hilft meiner Meinung nach mehr, von unterschiedlichen Räumen zu sprechen, in denen man kommuniziert, sich von anderen abgrenzt, sich im anderen findet. Oder wer weiß was macht. (Toll fand ich, dass mich ein älterer Herr anschließend noch einmal persönlich auf das Thema ansprach, weil er in mir einen Vertreter der jüngeren Generation sah. Ich musste ihm dann gestehen, dass ich 36 bin.)

Einige legten auch ausgiebig Wert auf die Beziehung zwischen Protagonist und seiner Mutter. Die Mutter kommt im Film nicht vor, wird aber in einem Halbsatz erwähnt, als das Betriebssystem seinen neuen Nutzer als Konfigurationsfrage nach dem Verhältnis zu seiner Mutter fragt. In der Diskussion gings dann auch um die Geburt an sich als traumatisches Erlebnis. Daran hatte ich beim Film ankucken noch gar nicht gedacht. Und hinterher auch nicht.

Meiner Meinung nach ist das Thema des Films, wie man sich selbst in der Auseinandersetzung mit dem Gegenüber findet. Mir hat er gefallen.

Réne Marigtte’s Surraelsitische Rveoltuion

René Magritte hinterfragt mit seinen Bildern unsere Wahrnehmungs- und Abbildungsfähigkeit der Wirklichkeit. Die Ausstellung in der Schirn gibt einen recht guten Überblick über seine Werke, mit denen er wohl eine surrealistische Revolution bewirken wollte. Ihm war es laut Ausstellungstext wichtig, mit der – gerade unter Philosophen – dem Wort untergeordneten Stellung des Bildes zu brechen. Berühmt ist sein Der Verrat der Bilder von 1929, welches bspw. von Michel Foucault 1973 interpretiert wurde, wie ich las. Gefallen hat mir das Bild, welches aus einer mit Lagerfeuer beleuchteten Höhle auf eine Staffelei herausblickt, die eine Burg am felsigen Horizont einrahmt. Er spielt damit wohl auf Platons (oder Sokrates’) Höhlengleichnis an, mit welchem die für den Menschen unüberbrückbare Kluft zwischen Wirklichkeit einerseits und ihrer Darstellung und Wahrnehmung andererseits verdeutlicht werden soll.

Interessant an alledem finde ich, dass Bilder, die ihrem Wesen nach konkrete Gegenstände abbilden (sollten), mit meiner Wahrnehmung derart spielen, dass sie – wenn man sich denn auf die Auseinandersetzung einlässt – Fragen erzeugen anstatt Antworten zu geben. Das ist das Wesen von Philosophie, laut Alexander.

Ich habe mich zum Beispiel gefragt, wieso der Gedanke einer linearen Existenz so allgegenwärtig ist. (Dieser selbstverständlichen Allgegenwärtigkeit hat Anne übrigens widersprochen.) Anlass dazu war ein Erklärtext in schick geformten Buchstaben an einer Wand in der Ausstellung, in der die kunsthistorische Perspektive einer irgendwie aufeinander aufbauenden Entwicklung der Malerei kurz eine Rolle spielte. Ist es nicht eher so, dass alles mit sich spielt, sich selbst wiederholt? Gleichsam dem Wellengang eines Ozeans ist diese oder jene Idee stärker da, obschon alles bereits vorhanden ist. Ohne allzu wehmütig zu klingen verweise ich wie schon 2009 in meinen ersten Blogbuchstaben auf den Prediger (1,9): Es gibt nichts Neues unter der Sonne.

Vielleicht ist das auch eine Dialektik der Aufklärung, die Folge einer Vorstellung von der Einzigartigkeit eines Menschen: Solange ich mich als von der Existenz des anderen losgelöstes, eigenständig existierendes Individuum begreife, dessen Bestehen einen Anfang und ein Ende hat, muss ich linear denken. Oder anders gesagt: Wenn man nur nah genug ranzoomt, mag ein Kreis wie eine Linie wirken.

Ausgangspunkt meiner Wörter waren ja die Bilder von Magritte. Bei Le Viol musste ich an die Marsianer in der Sesamstraße denken. Am besten gefiel mir Gesang des Gewitters, welches im Internet auf die Schnelle nicht zu finden ist. Was auch mal ganz gut tut.

 

Jahresrückblick 2017: In welcher Geschwindigkeit will ich leben?

In diesem Jahr ging es ganz schön drunter und drüber. Ich erinnere da nur an Dienstag, den 17.1.:

Kein Wunder, dass Diego an diesem Tag nichts geschrieben hat.

Ich komme langsam auch nicht mehr hinterher:
Gestern wurde der neue US-amerikanische Präsident vereidigt (keine Namen, man darf Populisten keine unnötige Aufmerksamkeit schenken). Er soll in seiner Antrittsrede die USA sinngemäß als ein massakriertes, am Boden liegendes Land bezeichnet und anschließend zu Frank Sinatras Auferstanden aus Ruinen und Vorwärts ist keine Richtung getanzt haben.

Wie konnte es in diesem Jahr nur so schnell so weit kommen?

Ich vermute, meine Umgebungsgeschwindigkeit beschleunigt sich zu stark. Oder anders ausgedrückt: Ich bin langsam. Jedenfalls habe ich beschlossen, mich dem Tempo meiner Umgebung nicht anzupassen. Den Gedanken habe ich von John Franklin. Spaceman Spiff hat mich mit seinem Lied Nichtgeschwindigkeit dazu ermuntert:

 

Schweigen ist Zuhören,
Öffnen wird Wachsen,

Verstummen bleibt Bewahren.

Ecce! Lo And Behold!

Der Film Lo And Behold – Reveries Of The Connected World vom August vergangenen Jahres beschäftigt sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Internets und dessen Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen. Er ist von Werner Herzog:

Ich habe mich während des Films an verschiedene Dinge erinnert. So taucht zu Beginn kurz Ted Nelson auf, der als tragische Figur seine Vorstellung davon zeigt, wie das Internet hätte eigentlich werden sollen, kurz: seine Vision von Hypertext. Das wird gut visualisiert beim Blick über seine Schulter auf seinen WindowsXP-Rechner.

Später im Film wird gesagt, dass es in Zukunft oder auch bereits jetzt egal ist, wer einen Text verfasst – sei es ein Mensch, ein Roboter oder ein Hund:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/f/f8/Internet_dog.jpg

Das würde Roland Barthes Vorstellung von der Abwesenheit des Autors wahrscheinlich ziemlich gut gefallen. Ich zitiere mich hierzu mal selbst (Waaaaaahh, ein Barthes’sches Paradoxon??):

Der Text als Netzwerk, dem Sinnstiftung allein durch die Verknüpfungsleistung des Lesers widerfährt, scheint sich als Inbegriff eines poststrukturalistischen Verständnisses á la BARTHES im Hypertext zu offenbaren. Aber sind wir bereit, diesem Verständnis zu folgen? Schließlich tötet er nicht nur den Autor, er löst auch die Identität des Subjekts auf, indem er die »Einheit des Textes« nicht im Ursprung sondern im Zielpunkt verortet, »wobei dieser Zielpunkt nicht mehr länger als eine Person verstanden werden kann«. Mehr noch, »der Leser ist ein Mensch ohne Geschichte, ohne Biografie, ohne Psychologie« (BARTHES 2000, S. 192). BARTHES’ ›Leser‹ gleicht so gesehen viel eher Xanadu, NELSONs ›Maschine‹, die als Unified Tissue of Storage, als Gewebe von Speicher Knotenpunkte zentral im Netzwerk verortet, verknüpft und verfügbar macht.

Die Identität des Subjekts im Internet löst sich demnach auf, spielt zumindest keine Rolle mehr, im Gegensatz zum Fremdbildnis, meiner Ansicht nach.

Oscar Wilde versteht übrigens Kritik als höchste Form der Subjektivität. Hierzu fällt mir noch eine Aussage aus Werner Herzogs Film ein. Ein Interviewpartner sieht ein großes Problem in der Unfähigkeit der mit dem Internet heranwachsenden Menschen, kritisch zu denken, da Inhalte so umfassend verfügbar sind und junge Menschen sich verstärkt einseitig informieren. Er kommt dabei übrigens ohne das alte Wort postfaktisch aus. Ich teile die Befürchtungen immer dann, wenn ich Schüler nach der Quelle Frage und die Antwort Internet bekomme, sie aber eigentlich Google meinen und dann nicht verstehen, dass eine Suchmaschine keine Quelle ist. Allerdings würden sie der Unterstellung sicher heftig widersprechen – was mich irgendwie wieder zuversichtlich stimmt.

Im letzten Abschnitt des Films tauchen zwei Gehirnforscher auf, die von einer Art universellen “Sprache” des Gehirns sprechen. Als Beispiel für diese universelle Gedankensprache dienen Beobachtungen durch eine MRT, während Menschen entweder ein Video von zwei in der Savanne wandernden Elefanten sahen oder einen Satz entsprechender Semantik lasen. In beiden Situationen wurden übereinstimmende Hirnaktivitäten festgestellt. Die Hirnforscher schlussfolgerten, dass es nur eine Frage der Zeit bzw. der technologischen Entwicklung sei, bis wir uns mittels Mini-MRTs quasitelepathisch austauschen könnten. Erinnert stark an Shitter:


Die Vorstellung einer Art universellen Gehirnsprache widerspricht der Idee, dass unser Weltbild, unser Vorstellungsvermögen, unsere Art zu denken von der Grammatik unserer Sprache bestimmt wird. Auf die Theorie bin ich durch den Film Arrival aufmerksam geworden, welchen ich gut fand, vor allem wegen dieser Idee und in diesem Zusammenhang der Art, wie die Geschichte erzählt wird. Alexander wusste natürlich nach dem Film gleich eine Erzählung zu nennen, in der das schon zuvor thematisiert wurde, hab ich aber wieder vergessen. Jedenfalls befürchte ich, dass Arrival zu den Filmen gehört, die man nur einmal sehen sollte, damit man sie in guter Erinnerung behält. Ich fand ihn offensichtlich so gut, dass sich mein Kopf bei Lo And Behold – Reveries Of The Connected World sofort eine Verknüpfung herstellte.

Was noch zu sagen bleibt nach dem Film: Wahrscheinlich werde ich die Wette mit Andreas verlieren, der behauptet, am 1. April 2025 mich mit nem autonom fahrenden Fahrzeug legal abzuholen und wir beide unterwegs Tee trinken können. Meine Skepsis bezieht sich zwar mehr auf die träge Gesetzesentwicklung in Deutschland als auf die technologische Entwicklung – im Film geht es auch um die Tatsache, dass die Software autonomer Autos (Vorsicht, Neologismus: Autoauto) eine menschliche Ethik entwickelt. So, wie man mit dem Thema in der letzten Zeit zugemüllt wird, sehe ich aber doch schwarz, die Wette zu gewinnen. Echte autonome Autos werden wohl noch vor der CSU-Maut gesetzlich implementiert werden. Es sei denn, Deutschland tritt 2018 aus der EU aus.

Naja, mal sehen. In diesem Sinne: Frohes neues Jahr.

Ps: Ich finde Werner-Herzog-Filme ohne Klaus Kinski interessant und sehenswert, aber nur halb so unterhaltsam.

Meermenschen, Leviathan, PEGIDA und der Teich

Ich kann nun endlich in das neue Moop Mama-Album reinhören:

Das Lied Meermenschen (Thema Gesellschaft und Flüchtlinge) erinnert mich an die Filmmusik von Leviathan. Insbesondere die fließende Rhythmusänderung lässt Wellengang nachfühlen. Die Musik ist ursprünglich in der Oper Akhnaten von Philip Glass zu hören gewesen, welche, soweit ich weiß, keinen Bezug zu Meer oder Wasser im Allgemeinen hat:

Die Oper erzählt laut Wikipedia keine zusammenhängende Geschichte sondern portraitiert Echnathon und beschäftigt sich mit seinem Scheitern. Im Film Leviathan geht es um das klassische Hiobsthema.

Siehe, tötet er mich, ich werde auf ihn warten, nur will ich meine Wege ihm ins Angesicht rechtfertigen.

Nikolai wird von Staat und Kirche bedrängt, sein an der Barentssee gelegenes Haus zu verkaufen. Er weigert sich und ihm widerfährt viel Unheil, schließlich wird er für den Mord an seiner Frau für schuldig befunden. Der Film endet mit dem Blick auf eine neu gebaute Kirche, die an der Stelle steht, an der Nikolais Haus stand. Anders als das Original der Bibel also etwas glaubwürdiger: kein Happy End.

Ein würdiges Ende fand auch Lars Ruppel eben im Poetry Slam im Jokus bei seinem Auftritt mit einem neuen Text, der wohl noch nicht veröffentlicht ist: Brat mir einer n Storch. Er erzählt darin von einem Teich und dessen Bewohnern, die nach und nach alle auf den Storch hören, der den Teich wieder so haben will wie früher. Als erstes müssen die Frösche dran glauben, für die folgende Mückenplage müssen andere Tiere Mückenjagen lernen.  Schlussendlich wird der Teich eingezäunt, damit nicht jeder an den Teich gelangt, aber dadurch verdreckt er immer mehr. Diese gesellschaftskritische Fabel ließ mich an “Meermenschen” denken, damit schließt sich der Kreis zu Moop Mama:

PS: Alle Kinder mögen alle Kinder. Nur nicht Lisa. Die mag Pegida.

Unter der Konsole

Mit Bier geht alles, sogar Kultur, dachte ich mir. Also war ich vergangenen Sonntag im Städel. Einige der Bilder dort – vor allem in der Moderne – haben mich beeindruckt. Besonders Edgar Endes Unter der Konsole. Im Städelblog liest sich zu dem Bild Interessantes:

Wenn er nach der Bedeutung seiner Bilder gefragt wurde, antwortete er: „Ich habe mir gar nichts dabei gedacht. Sie sollen sich etwas dabei denken.“

Eine weitere Passage erinnerte mich stark an Robert Gwisdeks Der unsichtbare Apfel, welches ich neulich schon mal erwähnt habe:

Dank seines Sohnes Michael ist überliefert, wie Edgar Ende bei seiner Motivsuche vorging: Er verriegelte sein Atelier, verdunkelte die Fenster, legte sich mit geschlossenen Augen auf ein Sofa und konzentrierte sich auf – nichts.

In dem Roman schließt sich Igor für ein Experiment 100 Tage in einen komplett abgedunkelten Raum. Das ist der Beginn einer abgefahrenen Reise ins Innere der Trauer. Ob man dabei wohl das fühlt, was diese Gesichter fühlen?

Diese beiden Bilder habe ich mir auch gemerkt:

Gefährlicher Wunsch von Richard Oelze und Oberon von Georg Baselitz. (Bekomme gerade Lust, Ouroborous von der Bedlam in Goliath zu hören, obwohl das Bild Oberon mit der Musik wohl außer der – grobschlächtig betrachtet – phonetischen Ähnlichkeit nichts zu tun hat.)

Fußballfreunde

Es gibt ja Leute, die mit der EM gerade nicht viel anfangen können – oder vielmehr einen Hass darauf entwickeln, dass man um Fußball nicht herumkommt. Mein Tipp: Malt euch die holländische Flagge ins Gesicht. Für alle Fußballliebhaber aber EM-Genervte empfehle ich den 11 Freunde Liveticker. Der ist unterhaltsam – wenn man sich für richtigen Fußball interessiert.

Wer ist eigentlich cooler: Slatan Ibrahimovic oder Tim Wiese? Ist die alte Torwast- oder Stürmer-Frage. Hinweis: Slatan hat mehr für das französische Volk getan als Francois Hollande.

Ich vermiese an dieser Stelle ja nur ungern die fanatische Stimmung, aber der Film Dirty Games ist sicher was für jeden, egal ob sportbegeistert oder nicht. Ich will ihn mir jedenfalls ansehen:

Gegenwartskunst

Von Kunst hab ich ja keine Ahnung. Den Kommentar von Georg Diez hab ich mir trotzdem durchgelesen:

Kunst in der Krise: Das Ende der Gegenwart ist nah.

Danach hab ich mich gefragt, was a) Gegenwart ist und 1. Kunst. Ergebnis: Ich hab keine Ahnung.

Nach all den Gedanken ist dieses Video irgendwie passend:

Zu a)
Gegenwart ist die Auseinandersetzung mit dem, was war und dem, was kommt. Formen der Auseinandersetzung sind Angst und Trauma sowie Hoffnung und Nostalgie.
(Jetzt wollte ich erst sowas schreiben wie:
Angst und Trauma, genauso wie Nostalgie und Hoffnung sind jeweils die gleichen Bewegungen, nur in unterschiedliche Richtungen. Aber da bin ich mir nicht sicher, ob das mit der Richtung und der Bewegung Sinn macht. Klingt so linear. Vielleicht ist alles nur ein Kreis, wer weiß. Oder vielmehr eine Spirale, wovon Robert Gwisdek in Der unsichtbare Apfel schreibt. Denn was ist schon Fortschritt?
Und noch was: Im Flow vergisst der Mensch diese bewusste Auseinandersetzung. Aber ohne Erinnerung daran oder Sehnsucht danach hat auch das Flow-Erleben keinen Bestand. Ich sah nicht die Weisheit der Gegenwart, Zerstreuung, Ruhe ist unauslöschlich.)

Zu 1.
Kunst ist die Auseinandersetzung mit dem Menschen in der Auseinandersetzung. Sie gelingt, wenn sie das bewusstmacht.

Nachtrag: Das Tocotronic-Lied im Video heißt Hi Freaks. Danke Patrick.