Real existierende Gegenwart

Ich habe vorhin eine Mail von der britischen NGO Syria Campaign erhalten, die laut SPON gegen (russische) Desinformation aufklärt:

Dear Ole,

When Syrians first took to the streets in peaceful protest in 2011 no-one could have predicted the horrific price history would hand them. This weekend saw further unimaginable suffering as 42 civilians were killed by chemical weapons as they sheltered from airstrikes in basements.

Douma, the site of the attack, was once the beating heart of the revolution. Now it is the last opposition area in the Damascus suburbs. For the past five years, it has been under a crippling siege and subjected to unending aerial attacks as the Syrian regime tried to force the civilians there to “submit” to its rule. Some civilians have left since the attack and others wait to hear their fate as negotiations between Russia and the Army of Islam fighters that control the area hold negotiations with zero regard for civilians.

How the international community should respond to the attack is the subject of fierce debate. So after much discussion with Syrian activists and humanitarians, here’s eight things you should know:

1) After World War Two, the international community came together to agree norms and institutions in a pledge of “never again”. The Assad regime, and its allies Russia and Iran, have violated those norms, committing daily war crimes against the civilian population: indiscriminate bombing of civilian areas causing mass displacement of people, chemical weapons repeatedly deployed on residential areas, the use of collective punishment through starvation sieges and the large-scale use of torture and detention. The failure of the international community to act to protect civilians has emboldened Assad and his allies and made so many of us ashamed to be part of the “international community”.

2) Knowing this reality Syrian humanitarians and peace activists have called for years for real, international action to stop the bombs.

3) Forty-four days ago, the UN Security Council passed a resolution for a ceasefire in Eastern Ghouta. Since then, more than a 1,500 civilians have been killed in the Damascus suburb. Hundreds of thousands have been forcibly displaced – another war crime.

4) One thousand six hundred and fifty five days ago, the UN Security Council passed a resolution demanding the Assad regime surrender all its chemical weapons and programs related to their development.

5) One thousand five hundred and seven days ago, the UN Security Council passed a resolution banning the use of barrel bombs that were used in Saturday’s attack.  

6) Seven hundred and sixty four days ago, the UN Security Council reiterated its commitment to resolution 2118, saying it would take further measures, including the possibility of military force, if chlorine gas was used again in Syria. More than 100 attacks using chlorine have been documented since then.

7) Condemnations are being made by European and American leaders but, as they know, and as the history above shows, words without enforcement are meaningless. So it’s worth restating the possible: under their own resolutions, the UN Security Council could use force in line with international humanitarian law. Hitting military targets could ground the air forces that have been the biggest of killers of civilians in Syria. Short of this they could also impose real sanctions on Russia and refuse to push reconstruction funding through the Assad regime and its cronies.

8) Today the UN Security Council will meet to discuss the situation. I hope they stand by their own resolutions and prove to us that a world where Syrian children are not gassed to death is possible. For what is the alternative?

Lots of international players are declaring the war in Syria as “over”. This analysis ignores the more than two million civilians living in opposition-held Idlib and more than one million more in Homs, Daraa, rural Aleppo and other parts of the country. If the Douma attack is not met with consequences, it is yet another green light for thousands more to be killed using poison gas and explosive weapons.

When we see such horror we all feel hopeless. The most tempting thing to do is to turn away but Syria’s democrats and peacemakers need us now more than ever. So please stand with them in their demand for real, international action to stop the bombs.

In solidarity,

Anna

Real existierende Zukunft

Im Deutschlandfunk kann man sich was durchleesen oder auch mal anhöören: Hat die Zukunft eine Zukunft? Über die  Zurückeroberung eines Imaginationsraums. Heißt bestimmt extra Zurückeroberung statt Rückeroberung. Ich mag solche Wortspielchen ja auch, als Leser finde ich sowas aber anstrengend. Kann man also dialektisch betrachten.

Im Artikel wird Oscar Wilde zitiert:

Eine Weltkarte, in der das Land Utopia nicht verzeichnet ist, verdient keinen Blick, denn sie lässt die eine Küste aus, wo die Menschheit ewig landen wird.

Ich denke bei dem Thema Utopie immer auch an zwei Sätze aus dem Alten Testament:

Es gibt nichts Neues unter der Sonne. (Pred. 1,9)

Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? (Jes. 43,19)

Und an ein weises Zitat eines Freundes:

Es kann immer alles sein.

Die Sprachspiele im DLF-Beitrag erinnern mich etwas an Alexanders und meinen Versuch, Futur III zu bilden. Mein Favorit ist da ja irgendwas in die Richtung von wurde gewesen sein. Schließlich dachten wir auch über den Konjunktiv 3 nach und kamen zu dem Schluss, dass das logisch identisch mit Futur III zu sein haben würde. Derweil scheint das Lieblingswort im Artikel Panorama zu sein. Ich hätte es das ein oder andere Mal ersetzt mit Panoptikum. Klingt auf die Schnelle auch klug.

Hiob hab ich zwar neulich schonmal verlinkt, passt hier aber besser:

Die Zitate sind wohl aus dem Film Deathrace 2000 (1975):

 

Gefühlssache

Gefühle sind ja so eine Sache. Oder eben keine.

TED Radio Podcast: Decoding Our Emotions beschäftigt sich mit dem Thema sprachlich-kulturell, historisch-evolutionär, technologisch und musikalisch.

Wenn in naher Zukunft tatsächlich Roboter Standard sind, die u.a. anhand der Gesichtsmimik (vor)schnell Wünsche erkennen, wird dann der innere Abwägungs- und Entscheidungsprozess verstümmelt? Gibt es dann endlich eine Trennung von Körper und Geist? Können Roboter von Autisten lernen? Mögen Roboter Musik? Are we feeling machines that think?

Dienst und Dienlichkeit

Mir geht seit einiger Zeit durch den Kopf, mich von den größeren Diensten zu verabschieden. Konkret meine ich da Facebook, Twitter, Whatsapp, Microsoft und Google. Geschafft habe ich bislang Facebook. Zumindest glaube ich das, denn ich habe Sorge, das zu überprüfen. Denn Facebook sagt, wenn du deinen Account löschst, bewahren wir deinen Zugang noch 6 Monate auf und falls du es dir anders überlegst, musst du dich nur einmal mit deinen Zugangsdaten einloggen und – Zack – bist du wieder dabei! So scheiterte mein erster Versuch daran, dass ich an einem meiner Telefone vergessen hatte, den Facebookdienst zu deaktivieren. Und als ich es dann mal wieder aus Nostalgiegründen startete – Zack.

Auf Whatsapp habe ich halb gezwungenermaßen mal eine Weile im vorletzten und letzten Jahr verzichtet, als ich auf dem Fairphone 2 den community port von SailfishOS installierte. Der kommt logischerweise ohne Androidlayer daher und da diverse inoffizielle Whatsapp-Appentwickler irgendwann Post vom Anwalt von Facebook erhielten, wurde die Einstellung der Entwicklung an nativen Anwendungen wie Whatsup oder Mitakuuluu erzwungen. Ich hingegen hab eines der beiden Programme weiter genutzt und – Zack – wurde meine Nummer geblockt, Whatsapp hatte mich rausgeschmissen. Im Affekt hab ich dann den Support kontaktiert und Hilfe erbeten. Da wurde per Gnadenrecht erwirkt, dass meine Nummer wieder reaktiviert wurde, jedoch mit dem Hinweis, bei einer weiteren Verfehlung meinerseits endgültig gesperrt zu werden. Daraufhin boykottierte ich dann aus Protest (und in Ermangelung konkreter nativer App-Alternativen) Whatsapp weitgehend und nutzte eine Weile Telegram als Hauptmessenger.

Tja, mein Resümee dieser Zeit war: Wenn Fairphone keine Displayprobleme gehabt hätte und mich (und andere) etwa ein halbes Jahr lang auf einen Austausch des Displaymoduls hätte warten lassen, hätte ich mir womöglich nicht das Sony Xperia X samt Sailfish-Lizenz gekauft, dort den Androidlayer aktiviert, um wieder Whatsapp nutzen zu können, und zu allem Übel auch noch die Google Services draufgefuddelt, damit ich die Strava-App nutzen kann. Also letztlich ziemlich viel Gedäh, weil ich irgendwie doch noch angebunden bleiben will.

Das Hauptproblem in diesem Zusammenhang sehe ich darin, wie langfristig die diversen Dienste offene Schnittstellen behalten. Das machen sie vermutlich so lange, bis sie eine derartige Verbreitung haben, dass sie sagen können, wir schließen unsere APIs jetzt und damit vergraulen wir nur einen verschmerzbaren Teil, siehe Facebook. Denn wer will schon alle paar Jahre/Monate seine Dienste wechseln und damit seine Kommunikationsmöglichkeiten womöglich stark einschränken? Es will ja auch nicht jeder ständig umziehen und sich Freundeskreise neu aufbauen. Man bräuchte also sowas wie ein LTS-API.

Zugegeben, das sind nicht die Probleme der Nutzer, die ja im Grunde im Mobilbereich nur zwischen zwei Plattformen für Programme entscheiden können. (Das Geschrei will ich nicht erleben, wenn Facebook ins Hardwaregeschäft einsteigt und seine Dienste für Google-Android und iOS nicht mehr anbietet.) Deren Probleme – und meine, wie ich feststellen musste – liegen eher im Bereich der Verbreitung und dem Anwendungsumfang: Mit welchem meiner Kontakte kann ich mittels welchen Dienstes wie kommunizieren?

Und da haben sich in meiner Vergangenheit – Zack – einige Abhängigkeiten entwickelt, deren Ausmaß ich erst jetzt allmählich überschaue: Microsoft nutze ich gelegentlich noch mit Windows 10 auf dem Desktop-PC und auf Onedrive habe ich über längere Zeit einige mittelwichtige Daten angehäuft, auf die ich spontan, unkompliziert und umfangreich zugreifen kann. Googlemail hatte ich mir mal eingerichtet, weil man dort so praktisch verschiedene Mailadressen einbinden kann, und diese alten Mailadressen werden noch gelegentlich genutzt.

Da fällt mir zum Schluss nur Kants Ausspruch ein, Moment, ich google ihn kurz…:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Nachtrag (7.4.) (mit Update (7.4.)): Das wars dann wohl auch mit der Twitter-Einbindung in SailfishOS: Twitter closes API for real-time updates for all non-official apps. Mehr auf http://apps-of-a-feather.com/und dem Twitterblogeintrag von Dezember mit dem irgendwie euphemistischen Titel “Announcing more functionality to improve customer engagements on Twitter”:

We are providing notice to all Twitter developers that on Tuesday June 19, 2018 we are retiring the following services and endpoints:

User Streams
Site Streams
GET direct_messages
GET direct_messages/sent
GET direct_messages/show
POST direct_messages/new
POST direct_messages/destroy

Update: Der Entwickler von Piepmatz sieht das Ganze entspannt. Pushbenachrichtigungen von Direktnachrichten könne man bspw. auch ohne API implementieren.

Nachtrag 2 (7.4.): Tinder-Singles geraten in Panik:

“Ich habe heute eine Verabredung aber nicht ihre Telefonnummer”, nölte Max Davids auf Twitter. “Das ist ein ernstes Problem für mich.” Am Ende ging aber alles gut: “Sie nutzte ihre Detektivkünste, um mich auf Twitter zu finden”, freute Davids sich später. Die Frau sei ein guter Fang.

Alexa, lass mich in Ruhe!

War gestern bei nem Freund, der mit Alexa im Wohnzimmer zusammenlebt. Wir hatten jede Menge Spaß zu dritt, Amazons Echo Dot hat uns nur schwerlich verstanden. Das hat mich sehr beruhigt. Ich hab nämlich nach Sascha Lobos Podcast gedacht, dass die Technik schon so gut funktioniere, dass man die technische Ebene nicht mehr wirklich spürt. (Auch deswegen hatte ich mich gestern kritisch zur zukünftigen Vernetzung geäußert.) Mit Alexa zu reden, ist, wie mit einer Maschine zu reden, an die ich mich anpassen muss.

Mein erster Befehl gestern war Alexa, spiel doch mal Oddisee, Built By Pictures. Es wurden dann irgendwelche Oldies abgespielt und mein Freund rief Stopp! Alexa, stopp! Es hat ein wenig gedauert, bis wir gecheckt haben, dass ich den Künstlernamen Deutsch ausgesprochen hab (See), mit englischer Aussprache (see) hats dann funktioniert, wobei das Lied nicht erkannt wurde und dann irgendwas von Oddisee abgespielt wurde.

Haupteinsatzbereich ist vermutlich noch Musikstreamdienststeuerung, auch wenn die Sprachsteuerung im Smarthomebereich nochmal interessanter würde. Es werden aber leider nur wenig Streamingdienste unterstützt. Wer also kein spotify nutzt, für den ist das eher nix.

Es gab bei der Bedienung noch so einige Schwierigkeiten später, habe mich eher wie in der Telekomhotline gefühlt, bevor man einen genervten Menschen am Telefon hat. (Ich habe Sie nicht verstanden.) Alexa hat mir beim Klangschalenskill (App heißt bei Alexa Skill, App mich am Skill!) alle Namen der Klänge vorgelesen, obwohl ich das ausdrücklich nicht gewollt hatte und auch einen Namen zu nennen, während sie auflistet, hat sie nicht unterbrochen. Das kann die Hotline besser.

Jedenfalls bin ich mit einem leicht glücklichen Gefühl wieder gefahren, als ich das von Hand gestartete Eastern Promises von Omar Rodriguez-Lopez im Auto hörte und mit der Technik vorhin unzufrieden gewesen war. In Schwierigkeiten mit der Bedienung offenbart sich die technische Ebene und dies sorgt dafür, dass man die Maschine als einen Fremdkörper erkennen kann.

So betrachtet wird mir die Utopie im Film Her immer unheimlicher. Was, wenn die Maschinen uns nicht verlassen, weil sie unser überdrüssig werden?

Nachtrag (9.4.):
Alexa, what is love?

Neue Netze

Falls ihr Lust auf ein anderes Internet habt, probiert doch IPFS mal aus: https://ipfs.io/. Falls ich es halbwegs kapiert habe, soll es eine Alternative zum bestehenden http-Protokoll (also einem Client-Server-System aka WorldWideWeb&Co) durch Peer-to-Peer und Blockchain mit dezentraler Datenspeicherung und -übertragung sein. Praktisch ändert sich durch das System, dass Dateien nicht mehrfach abgelegt würden. No more broken links? Ich erinnere mich an Theodor Holm Nelsons Ideen zur Umsetzung von Hypertext. Vielleicht wird Xanadu so doch noch ein bisschen Wirklichkeit.

In dieser Richtung zu nennen wäre noch Einiges, wie z.B. das Konzept von dApps (das ‘d’ steht für decentralized). Interessant finde ich gerade Zipperglobal (Blockchainplattform für Smartphones basierend auf Ethereum) und deren Zusammenarbeit mit streamr (damit soll man Kontrolle über persönliche Daten erlangen).

Am Rande will ich noch hinweisen auf Fuchsia (das hatte ich schon wieder voll vergessen), einem von grundauf neu programmierten Betriebssystem, von Google entwickelt (was auch immer das heißt) womöglich für die kommende IoT-Sause.

Zum Schluss ein kritischer Gedanke: Es rollt mit dem Internet of Things und all der Weiterentwicklung der Vernetztheit eine Welle auf uns zu, welche die entscheidenden Veränderungen auf einer Ebene bringt, die wir Menschen aktiv nur oberflächlich wahrnehmen und schwer verstehen werden, uns aber in unserem Selbstverständnis wesentlich verändern kann. Dem Homo Oeconomicus folgt sowas wie der Homo Reticulus? (Stichwort: Netzwerk&Co)

Was passiert mit dem Individuum in der wirklich vernetzten, schönen neuen Welt?

Ismusse zur Arbeit gehen

Traue mich kaum, nachdem dieser Eintrag vor Jahren nicht jedem gefallen hatte, aber ich beschäftige mich doch noch einmal mit dem Thema Atheismus. In einem Interview mit Volker Ladenthin spricht der “Professor für historische und systematische Erziehungswissenschaft” im Deutschlandfunk über alles Mögliche (Ethik des Alltags – “Ohne Freiheit können wir uns nicht entscheiden”):

Wir sind mit unserer Natur religiös. Wir können das gar nicht abstreifen. Mir ist nur wichtig, das noch mal vom Konfessionellen zu unterscheiden. Religiös heißt nicht zwingend, einer bestimmten Konfession anzugehören, sondern heißt, dass ich darüber nachdenke, wie ich mit diesen letzten Fragen umgehe.

Seine Gedanken zum Thema Willensfreiheit sind auch wichtig. Hirnforscher und Deterministen sind ja derzeit auch bei mir schwer im Trend.

Wenn mans mag, kann man sich auch die Southpark-Folgen Gott ist tot und Gott ist tot II ansehen, in denen sich Eric Cartmann einfrieren lässt und in der Zukunft in einen ‘Glaubenskrieg’ dreier atheistischer Konfessionen um die große Frage gerät. Soll wohl satirisch soviel sagen wie: Kriege gibt es, wo Menschen Gruppen bilden. Daran ändert auch das Crank Prank Time Phone nichts.

Wem jetzt hier (unterschwellig) zu viele Ismusse drinsteckten: solange früher alles besser war bleibt alles beim alten.

KI&CoKG

Hier ein Feature vom Deutschlandfunk zum Themenbereich KI: Das Dunkle in der Blackbox – Die Maschine.

Eine wohl entscheidende Stelle beschreibt, was passiert, wenn Algorithmen (Vorsicht!) Vorhersagen machen, die sich erstaunlich genau erfüllen: Die Maschine sagt, dass die nukleare Option die einzige Möglichkeit sei, den Nordkorea-Konflikt zu lösen. Was dann passiert, erinnert ein wenig an Philip K. Dicks Minority Report (nicht an den Film denken, der erzählt die Geschichte in den wesentlichen Teilen komplett anders), wo sich eine Vorhersage nur wegen der Vorhersage selbst bewahrheitet. Im Feature schlägt ein Experte vor, einer Maschine nur Glauben zu schenken, wenn sie erklären kann, warum sie das weiß. Wenn sie das nicht kann, darf man sich nicht darauf verlassen, auch wenn die Vergangenheit möglicherweise gezeigt habe, dass die Vorhersagen zutreffend gewesen seien. Das geht ein bisschen in die Richtung, ob man Maschinen ethisches Verständnis beibringen kann: Nicht, bevor sie sich rechtfertigen können.

Derweil schlägt Diego zum Thema dies hier vor: Google-Forscher veröffentlichen bessere Sprachsynthese. Verlinke ich ungeleesen. Außerdem: Alien: Covenant hat mir als Film nicht so besonders gefallen (Mikroebene), besonders die Handlungsweise der Figuren war schwer zu ertragen (Die rennen da durch ein Feld voller erstarrter Ex-Lebewesen und fangen nicht an, gegenüber dem anderen Roboter misstrauisch zu werden?), auf der Makroeebene der Geschichte (was man da alles so hineinzuinterpretieren vermag) war ich aber tatsächlich eher begeistert.

Selbstsucht

Das ist das Falsche an dem Wort Sich selbst finden, dass es eben nicht jenen gelingt, deren Suche nur leidenschaftlich und tüchtig genug war. Überhaupt findet erst zu sich selbst, wer die Suche aufgibt. Denn sich selbst finden meint eigentlich, sich selbst zu sehen, in gutem wie schlechtem Licht, das aber in einer Zufriedenheit, die so leidenschaftlich ist, dass sie andauert.