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druckschrift.net Beiträge

Skythische Lämmer

Über Glauben und Wissen – Irrwege und Irrsinn:

Wissenschaft zeigt nicht, was wahr ist und was falsch. Wissenschaft schließt, anhand von Evidenz, was am wahrscheinlichsten wahr sein könnte.

Das Baumlamm kannte ich noch nicht (s. Wikipedia):

Other writers cite ancient Talmudic traditions, which tell of the Jeduah, described by rabbinical scholars as a plant-animal like a lamb which is tethered to the ground by a sort of umbilical cord, and which can only eat what vegetation is within reach of the cord. […]

In a variation, the Jedoui takes human form and is similarly grounded by its navel – it is a savage beast which kills anyone it can reach and can only be killed by severing the cord with an arrow or dart. Jedoui means ‘wizard’ and is the same wizard mentioned in Leviticus XIX 31, “Regard not them that have familiar spirits, neither seek after wizards, to be defiled by them: I am the LORD your God”; the bones of the Jedoui were placed in the mouth and immediately one was endowed with the gift of prophecy.

The Lamb Lies Down

It had a head, yes, ears, and all other parts a newly born lamb. …For myself, although I hadpreviously regarded these Borametz as fabulous, the accounts of it were confirmed to me by so many persons of credence that I thought it right to describe it.

Legend of the Lamb-Plant

Erinnert mich an Karl May. Und Wilhelm von Humboldt.

Mir kam der Gedanke, dass man es sich als Wissenschaftler ganz schön einfach machen kann, indem man seine Subjektivität aus der Beobachtung rausnimmt und sagen kann: “Ich bin fein raus.” Die Fragen sind nur: Geht das wirklich? Duldet die Wahrheit ein Subjekt? Erträgt die Antwort die Frage?

Siehe auch: Atheisten sind aber gläubig und Frage / question.

Erinnern wir uns, ein Wunder: Neues erschaffen, indem das Alte wiederholt wird.

Vergessen ist eine Tugend, unerkannt.

Der Autor ist tot – der Leser flüchtig.

Deutschland, in fact

Durch einen Infekt, der passend zum Ferienbeginn startete, bin ich in die glückliche Lage versetzt worden, einige Tage auf der Couch zugebracht zu haben. Zwei Videospiele habe ich ausprobiert: Trüberbrook und Die Säulen der Erde. Während mich Trüberbrook, welches ich gleich zu Beginn der Crowdfunding-Kampagne unterstützte, maßlos enttäuscht hat und ich es ziemlich bald nicht mehr weiterspielen wollte (ich bin da wohl nicht der einzige), hat mich Die Säulen der Erde schwer begeistert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich schon als Kind aufwendig gezeichnete Hintergründe in Zeichentrickfilmen gemocht habe. Man muss da allerdings zu sagen, dass hier mehr oder weniger interaktiv eine Geschichte erzählt wird, es handelt sich weniger um ein ‘Spielen’. Besonders gelungen finde ich, dass ich immer den Eindruck hatte, dass kleine Entscheidungen großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Geschichte hatten. Dieses Erzählen gefiel mir besser als das meiste, was ich vorher an interaktivem Erzählen gesehen habe.

An Trüberbrook störte mich am meisten, dass es hölzern wirkte, ich nicht das machen konnte, was ich wollte (noch häufiger als bei Die Säulen der Erde) und ich immer den Eindruck hatte, ein Fanprojekt zu spielen. Die grafische Kulisse muss sehr aufwendig gewesen sein, hat mich aber optisch nicht überzeugt. Warum Spielezeitschriften wie die Gamestar das Spiel recht hoch bewerteten (deutlich höher als Die Säulen der Erde), kann ich mir nur mit einer gewissen Deutschtümelei erklären, schließlich kommt das irgendwie aus der Böhmermann-Ecke, was man auch an den Synchronsprechern erkennt. Ohnehin frage ich mich, warum so häufig Sachen aus Deutschland so mit Minderwertigkeitskomplexen behaftet sind, dass es peinlich wird. Jedenfalls trifft dieses Review meiner Ansicht nach zu:

The puzzles are illogical and unsatisfying. The tonally inconsistent plot never really works and the dialogue and voice-acting is highly variable. Boring protagonist. Too short and too expensive.

Die Bewertung beider Spiele kann man auch nochmal bei Metacritic vergleichen, etwas realistischer als sämtliche Reviews deutscher Zeitschriften: Trüberbrook und Die Säulen der Erde.

Mozambique

Während nach der Flutkatastrophe in Mosambik, ausgelöst durch einen Zyklon, etliche Spendenaufrufe erfolgten und Deutschland schließlich 50 Millionen € für den Wiederaufbau spendete, brennt in Frankreich ein Haus halb ab, Ave Maria wird voller Bestürzung gesungen und in kürzester Zeit kommen an die 1 Milliarden € Spenden für den Wiederaufbau zusammen.

Wer mich jetzt zynisch findet, denkt bitte nochmal nach, was an der Sache selbst zynisch sein mag.

PS: Vielleicht wird der Kaffee an der Notre Dame ja jetzt billiger.

Der gute, alte Bleistift

Während ich mit Alexander kürzlich über die Jugend – also die, die nach uns Uropas kommen – schimpfte, weil die jungen Leute nur noch vorm Handy hingen, lief wohl diese Meldung über den Ticker: Demenz durch zu viel Fernsehen. Das finde ich etwas witzig, nicht nur, weil wir uns vorher und nachher viel über Filmempfehlungen unterhielten. Auch kann ich mich nicht mehr ganz genau erinnern, ob Alexander tatsächlich Antonio Banderas als Hauptdarsteller in ‘Mother!’ benannt hat. Ich würde sagen, das war: Spitzer!

Siehe auch:

Disclaimer: Verfasst wurde dieser Beitrag an einem Smartphone, frühstückend, nachdem ich gestern einen halben Tag mit anderen nostalgischen Uropas eine LAN-Party gemacht habe.