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Schlagwort: Foto

Mozambique

Während nach der Flutkatastrophe in Mosambik, ausgelöst durch einen Zyklon, etliche Spendenaufrufe erfolgten und Deutschland schließlich 50 Millionen € für den Wiederaufbau spendete, brennt in Frankreich ein Haus halb ab, Ave Maria wird voller Bestürzung gesungen und in kürzester Zeit kommen an die 1 Milliarden € Spenden für den Wiederaufbau zusammen.

Wer mich jetzt zynisch findet, denkt bitte nochmal nach, was an der Sache selbst zynisch sein mag.

PS: Vielleicht wird der Kaffee an der Notre Dame ja jetzt billiger.

Morbiditätsradeln

Gestern bin ich mit dem Fahrrad nach Marburg, um Kaffee zu kaufen. Es handelt sich dabei um einen Contigo-Laden mit eigener Rösterei. Bislang habe ich nur dort reinen Robusta-Espresso gefunden. Auf dem Rückweg hielt ich an, als ich einen halb überfahrenen Käfer sah:

Als ich für das Foto auf der kaum befahrenen (und für den Autoverkehr eigentlich gesperrten) Straße lag, unweit von mir das Fahrrad, kam auf einmal ein Auto. Es hielt an. Der Fahrer reckte sich nach oben und fragte bestürzt durch das Beifahrerfenster, ob alles in Ordnung sei. Ich hab das erst nicht gerafft und sagte, dass alles OK sei und ich nur ein Foto mache. Als er weiter fuhr, kam mir in den Sinn, dass der neben mir liegende Helm und das Fahrrad etwas weiter nach einem Unfall aussehen müsse. Währenddessen erreichte mich ein Radfahrer, der besorgt fragte, ob alles in Ordnung sei. Mir wurde das dann unangenehm und ich brach das Fotografieren ab. Schön, dass sich alle Vorbeifahrenden Sorgen machten und nachfragten. Ob auf einer viel befahrenen Straße auch 100% angehalten hätten?

s/w

Kürzlich erwarb ich eine Canon AE-1. Damit macht das Fotografieren richtig Spaß. Das Tolle an der analogen Fotografie: Es ist wie beim Crowdfunden. Man investiert was und dann dauert es eine ganze Weile, bis man das Ergebnis sieht – wenn man denn überhaupt etwas bekommt. So habe ich bereits wenigstens einen Film sinnlos verschossen, den ich vermutlich nicht richtig eingelegt hatte. Der andere jedoch hat ein paar recht schöne Schwarzweiß-Bilder ergeben.

Das Tollste ist jedoch, dass ich das 50mm Makro-Objektiv der alten Canon dank Adapter auch an meine neuere digitale Pentax machen kann – und das wertet sie ganz schön auf, weil es offensichtlich lichtstärker ist als mein Reisezoom-Objektiv. Das könnte Patrick gefallen, der ganz gerne mal den ein oder anderen Fünfsekünder dreht.

Kernbeißer

Die Losung für heute steht u.a. in Matthäus 10,29:

Verkauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater.

Das hat mich daran erinnert, dass ich neulich versucht habe, einem Vogel, der gegen die Panoramascheibe meiner Mutter geflogen ist, wieder auf die Beine zu helfen:

Er hat einige Stunden gebraucht, dann war der Karton plötzlich leer. Wenig später hopste er über den Rasen und pickte auf dem Boden unter dem Futterspender. Fliegen habe ich ihn leider nicht mehr sehen. Obwohl vermutlich kein Flügel gebrochen war, schien er das Fliegen irgendwie nicht mehr hinzubekommen. Ob er die anschließende Nacht überlebt hat, weiß ich nicht, gesehen habe ich ihn nicht mehr.

Meine Mutter meinte, es könne sich um einen Kernbeißer gehandelt haben. Ich bin mir nicht sicher, vielleicht war es auch eine andere Finkenart.

Eichholzkopf

Nachdem der letzte Fahrradausflug nach etwa 15 Minuten mit einem platten Hinterreifen unterbrochen wurde und dank Patricks Flickzeug die Fahrt nach etwa 30 Minuten fortgesetzt werden konnte, bin ich heute mal woanders lang. Schwer schie hey:

Die Festtagskilokalorien ächzten ganz schön ab 300m N.N. Also als es losging. Am Eichholzkopf bei 600m N.N. haben sie nur noch gewimmert, auch vor Kälte.