Atheisten sind aber gläubig

Ich bin vor kurzem, nachdem ich diesen tp-Artikel samt Kommentaren geleesen habe, hier über diesen Gedanken gestolpert:

Der gern geäußerte Vorwurf , beim Atheismus handle es sich auch nur um eine weitere Religion, entspringt der Vorstellung, auch derjenige sei abergläubisch, der keine Angst vor schwarzen Katzen hat.

Nach ein wenig Grübeln hab ich bemerkt, dass der Gedanke nicht funktioniert. Schließlich steht die Existenz der schwarzen Katze nicht infrage. Auch hab ich nach Leesen dieses Eintrags den Eindruck, dass der Autor der Seite sich in den Kategorien verstrickt, gegen die er kämpft.

Jetzt gehts mir nicht um die Ehrenrettung eines dialektischen Gedankens. Viel spannender bei dem Ganzen finde ich die Frage nach der Bedeutung des Begriffs ‘Glauben’, was ja letztendlich in all dem steckt. Ich stell mir jetzt mal vor, ich sei jemand, der, hoch reflektiert, dabei nicht unnötig affektiert sondern eher ehrlich und bescheiden, sich selbst als Atheist bezeichnen würde. Ich würde vermutlich auf Kirche, Religion, die Welt verweisen, die Klugheit der Antike, die wenige im europäischen Mittelalter betonen und so versuchen aufzuzeigen, dass es eine schlechte, von Menschen gemachte Welt sei, die aber, weil sie von Menschen gemacht sei, besser werden könne, eben genau dann, wenn die Menschen erkennten, wessen Geistes Kind sie wären und sich von den Verblendenden Reden derer befreiten, die da an eine moralische Vormacht außerhalb dieser Welt glauben. Ich würde also versuchen, die Menschen von ihrem schlechten Glauben zu befreien, einer Unvernunft, die nicht auf Erkenntnissen, auf Fakten, Logik, auf Beweisbarem sondern auf blinden Vorstellungen beruht. Ich wäre der Ansicht, dass die Kategorie ‘Wissen’ über der des ‘Glauben’ steht, da ja schließlich etwas zu wissen valider sei, als etwas zu glauben. In all dem würde ich nicht loskommen können von den Ansichten derer, die da glauben, würde sie insgeheim lächerlich finden, ihnen das aber nicht so deutlich offenbaren wollen, würde mich damit beschäftigen wollen, was jemanden dazu treibt, zu glauben, obwohl er wissen kann. Mit der Dauer der Auseinandersetzung mit Religionen und Kirchen würde ich vermutlich verbitterter, weil ich sehen würde, wie sich die Naivität überall wiederholt und ihre Kreise zieht. Irgendwann vor meinem Tod würde ich den Kopf schütteln und denken: “Ich habe es richtig gemacht – mit allen Fehlern, die dazugehören, aber im Grundsatz richtig.” Ich weiß nicht, ob ich jemals erkannt hätte, dass ich andere letztlich nur von meinen Ansichten hätte überzeugen wollen. Ich hätte wohl nicht beachtet, dass man fremde Erkenntnisse nur glauben kann.

Naja, zum Glück lebe ich ja nicht hoch reflektiert… Glaub ich.

5 Gedanken zu „Atheisten sind aber gläubig“

  1. Ein erstaunlicher Beitrag: 10 Rechtschreibfehler in 16 Sätzen.

    So ist es also um den Leistungsstand der kommenden Lehrergeneration in Deutschland bestellt. Mit solch einer Leistung würde man als Schüler nicht einmal ein Deutschdiktat in der Sekundarstufe 1 bestehen können, für ein Refendariat soll es aber reichen?
    Allein schon das Wort Lesen zu “Leesen” zu deformieren ist eine Leistung, die beängstigende Rückschlüsse auf das intelektuelle Nieveau des hier Schreibenden nahelegt.

    Von der verhohnepipelten Grammatik gar nicht zu reden sind auch Stilblüten wie “blinde Vorstellung” ein beachtliches Zeichen der mangelnden Beherschung der deutschen Sprache.

    Bei der Vorstellung, dass der Schreiber solchen Schrotts einmal unseren Kindern Inhalte oder gar Sprache vermitteln soll bekommt man tatsächlich Angst um die Zukunft unserer Gesellschaft.

    Bevor der Betreiber dieses Blogs sich an Themen der Theologie versucht, sollte er sich vielleicht bemühen die Grundlagen der deutschen Sprache zumindest rudimentär zu erlernen, um den Lesern nicht derartig arme Texte zuzumuten.

  2. ja, da hast du mit einigem mehr recht, als du erahnst.

    aber ich bleib beim “leesen”. und auch bei meinen “blinden Vorstellungen”. abgesehen davon hab ich nicht über “Themen der Theologie” geschrieben, sondern über ‘Glauben’. “Denn nur die Wahrheit, die erbaut, ist Wahrheit für dich.”

  3. Liebe/r S. Liefner,

    es gibt einen schlauen Spruch: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
    Bevor Sie nun in einer recht aufgebrachten Art und Weise dem blog Betreiber einen mangelnden Leistungsstand vorwerfen, sollten Sie Ihren eigenen Beitrag einmal genauer lesen:
    Sie schreiben “intelektuelle Nieveau”: Intellekt wird immer noch mit “ll” geschrieben und Niveau wird immer noch mit “i” und nicht mit “ie” geschrieben.
    Weiter, Sie schreiben “Beherschung”. Dieses Wort wird aber mit “rr” also Beherrschung geschrieben.

    Ich darf Sie zitieren: “Bevor der Betreiber dieses Blogs sich an Themen der Theologie versucht, sollte er sich vielleicht bemühen die Grundlagen der deutschen Sprache zumindest rudimentär zu erlernen”. Bitte halten Sie sich doch auch daran! Was Sie hier treiben ist arm, sehr arm.

    Und zum Thema “Theologie” bzw. “Glauben”. Ich kann in dem Text des bloggers keinen Beitrag zum Thema Theologie erkennen, wohl aber zum Glauben(!). Denn es geht um das Wort Glauben und den Sinn des Wortes Glauben.

    Zum Abschluß möchte ich Sie nochmals zitieren: “Bei der Vorstellung, dass der Schreiber solchen Schrotts einmal unseren Kindern Inhalte oder gar Sprache vermitteln soll bekommt man tatsächlich Angst um die Zukunft unserer Gesellschaft.”.
    Ganz deutlich, bei dem Schrott, den Sie geschrieben haben kommt mir die Galle hoch und ich frage mich, in was für einer Gesellschaft wir eigentlich leben. Selber nicht in der Lage sein, richtig zu schreiben, aber anderen LAUT und voller Polemik genau dies vorwerfen. Genau an solchen Mitmenschen krankt unsere Gesellschaft.

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