{"id":226,"date":"2009-02-28T12:27:09","date_gmt":"2009-02-28T11:27:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.druckschrift.net\/?p=226"},"modified":"2010-04-25T01:38:51","modified_gmt":"2010-04-25T00:38:51","slug":"die-kompossibilitat-des-konfusen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.druckschrift.net\/?p=226","title":{"rendered":"Die Kompossibilit\u00e4t des Konfusen"},"content":{"rendered":"<p>Hab grad nen Artikel auf Spiegel-Online geleesen, in dem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oswald_Egger\">Oswald Egger<\/a> dem <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/0,1518,609946,00.html\">Wesen des Unvorstellbaren<\/a> nachgeht. Ist aus oder zu seinem Buch <a href=\"http:\/\/www.suhrkamp.de\/titel\/titel.cfm?bestellnr=26014\">Diskrete Stetigkeit. Poesie und Mathematik<\/a> (erschienen 2008 beim <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/literatur\/0,1518,608614,00.html\">nach Berlin ziehenden Suhrkamp-Verlag<\/a>).<br \/>\nIch finde solche (sprach-)philosophischen Gedanken ja immer ganz spannend, aber ich raff einfach nicht, warum derartige Texte oft in einer Sph\u00e4re eigener Begrifflichkeiten schweben, die h\u00f6her liegt als jeder andere wissenschaftliche Elfenbeinturm. \u2013 Wer soll das denn verstehen:<\/p>\n<blockquote><p>Die Kompossibilit\u00e4t des Konfusen und auch des Konformen, und die Interimsbilder inzwischen: in Leibniz&#8216; wechselst\u00e4ndiger Fulguration von winzigen, sofort wieder zerfallenden, geborgten Bedeutungen, die wie Augenblicksg\u00f6tter koexistierender Zust\u00e4nde zwischen Rede und Realit\u00e4t oszillierten<\/p><\/blockquote>\n<p>Meine \u00dcbersetzung (f\u00fcr Hauptschulphilosophen):<br \/>\n&#8222;Wie wir Zusammenh\u00e4nge herstellen k\u00f6nnen im Unordentlichen und auch im bereits von anderen Geordneten sowie die Frage, wie wir durch Sprache zu Momenten der Erkenntnis (= Augenblicksg\u00f6tter koexistierener Zust\u00e4nde zwischen Rede und Realit\u00e4t) gelangen&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das ist ne Zwischen\u00fcberschrift&#8230; Ich frag noch mal: Wer soll das raffen? Vielleicht ist das ja auch ein Philosophenwitz: Das ist deren Geheimsprache und der Inhalt dieses Satzes hei\u00dft im Grunde genommen: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.bild.de\/kddb\/cms\/websearch.do?query=philosophie&amp;searchButton.x=0&amp;searchButton.y=0\">Wer das liest, ist doof.<\/a>&#8220; &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Grunde genommen will Egger \u2013 so vermute ich \u2013 einfach sagen, dass es eine interne Logik in der Sprache gibt, wie sie sich selbst zusammenh\u00e4lt und wie sie mit der Realit\u00e4t in Kontakt kommt bzw. ob sie \u00fcberhaupt die Realit\u00e4t ber\u00fchrt. Vielleicht will er ja auch was ganz anderes sagen. Er hat hier halt Konfusion komponiert, zumindest in mir.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pr\u00e4zision, die <a href=\"http:\/\/www.bibelwissenschaft.de\/nc\/online-bibeln\/luther-bibel-1984\/lesen-im-bibeltext\/bibelstelle\/prediger\/anzeige\/context\/#iv\">eitel<\/a> ist, f\u00fchrt zur geordneten Konfusion. Wer wahrhaft verstehen will, muss das Wesen der Dinge reduzieren, herunterbrechen auf die Wahrheit. Eggers Essay ist gro\u00dfe sprach-mathematische Kunst, wer wei\u00df. Vielleicht aber auch nicht. Ich kanns nicht beurteilen. \u2013 Und dass ich es nicht beurteilen kann, ist mein Vorwurf an ihn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber vielleicht bin ich auch einfach unfair, weil ich die Dinge mit meinem kindlichen Idealismus sehe, der auf dem festen Glauben beruht, dass die Wahrheit nichts Exklusives ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">PS: Ich mag das <a href=\"http:\/\/pro.corbis.com\/search\/searchFrame.aspx?typ=set&amp;isuid={8924bf2a-77e7-4e9b-9ddf-b30a4c0ed309}\">Roboterbild<\/a>, das hat so was Romantisches&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hab grad nen Artikel auf Spiegel-Online geleesen, in dem Oswald Egger dem Wesen des Unvorstellbaren nachgeht. Ist&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.druckschrift.net\/?p=226\">weiterleesen<span class=\"screen-reader-text\">Die Kompossibilit\u00e4t des Konfusen<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,19],"tags":[39,62],"class_list":["post-226","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-blogbuchstaben","category-sprache","tag-abgefahren","tag-wirr","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.druckschrift.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.druckschrift.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.druckschrift.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.druckschrift.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.druckschrift.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=226"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.druckschrift.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/226\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":920,"href":"https:\/\/www.druckschrift.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/226\/revisions\/920"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.druckschrift.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.druckschrift.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.druckschrift.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}